Von unterwegs gekaut: Die Burg Olbrück im Brohltal

Die Burg Olbrück und der Ortsteil Niederdürenbach-Hain von Osten aus gesehen
Die Burg Olbrück und der Ortsteil Niederdürenbach-Hain von Osten aus gesehen
Lage von Niederdürenbach, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, Deutschland (Autor: Hagar66)
Lage von Niederdürenbach, Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz, Deutschland (Bild: Hagar66)

Die mittelalterliche Burg Olbrück steht auf einem Kegelberg vulkanischer Herkunft in der Ortsgemeinde Niederdürenbach im Norden von Rheinland-Pfalz. Dieser 460 Meter hohe Berg mit dem Turm der Burg ist schon von Weitem von vielen Orten des Brohltals aus zu sehen.

Die Burg ist ein beliebtes Touristenziel. Hier können Kinder und Erwachsene auf eigene Faust oder per Führung die Burgruinen und den Hauptturm erkunden. An mehreren Tagen im Jahr finden hier auch Veranstaltungen wie das Lichterfest, die Burgolympiade oder die Falknerei zum Anfassen statt. Sogar Heiraten kann man im Bergfried und anschließend in der Burgschänke feiern.

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Burgstraße zur Burg Olbrück

 

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Bergfried der Burg Olbrück

Der Bergfried: heute Museum und Aussichtsplattform

Mittelpunkt der Burganlage ist der 34 Meter hohe Bergfried. Dieser begehbare Hauptturm stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Er wurde auf Initiative der Verbandsgemeinde Brohltal saniert und dient heute als Museum und Aussichtsturm.

Per Wendeltreppe gelangen Besucher in die fünf Turmgeschosse und können sich dort Filme und Austellungsstücke über die Burggeschichte ansehen. Höhepunkt der Wendeltreppenbesteigung ist die Aussichtsplattform mit einem Rundumblick auf das Brohltal.

Die Wohnanlage: nur noch als Ruine vorhanden

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Ruine der Wohnanlage von Burg Olbrück

Früher befand sich der Zugang zum Hauptturm im zweiten Stockwerk. Nur per Zugbrücke konnten die Bewohner den Turm von dem nebenstehenden Wohngebäude aus erreichen. Die entsprechende Öffnung im Turm ist heute mit einer Glastür versehen. Beim Blick durch diese Tür sieht man heute nur noch die Restmauern der ehemaligen Wohnanlage. Kaum vorstellbar, das dort mal eine Zugbrücke war.

 

Tolle Aussicht auf die Vulkaneifel

Nach dem Museumsbesuch in den Turmgeschossen dürfen sich die Besucher auf die Aussicht von der ehemaligen Wehrplattform des Turmes aus freuen. An Tagen mit klarer Luft ist eine nördliche Fernsicht bis zum 70 Kilometer entfernen Kölner Dom möglich.

Im Norden: Oberdürenbach und Siebengebirge

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Blick vom Burgfried der Burg Olbrück Richtung Norden (links vorne Oberdürenbach, links hinten Radarkuppel Wachtberg, Mitte hinten Siebengebirge)

Nördlich der Burg Olbrück liegt der Ortsteil Oberdürenbach. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Oberdürenbach Teil der Reichsherrschaft Olbrück. Heute läd Oberdürenbach Touristen und Tagungsteilnehmer zum Übernachten, Tagen und Wandern ein. In der Umgebung gibt es viel zu sehen: der alte Basaltsteinbruch Königssee, das Rodder Maar und die Burg Olbrück sind schnell zu Fuß zu erreichen.

Im Osten: Rodder Maar und Niederdürenbach

Blick vom Turm der Burg Olbrück Richtung Nord-Osten (v. L. n. R) Rodder Maar, Niederdürenbach, Autobahnbrücke A61
Blick vom Turm der Burg Olbrück Richtung Nord-Osten (v. L. n. R.: Rodder Maar, Niederdürenbach, Autobahnbrücke A61)

Schaut der Besucher vom Bergfried aus in östliche Richtung, sieht er auf der Höhe das Rodder Maar, die Ortsgemeinde Niederdürenbach und die Autobahnbrücke der A61 bei Niederzissen. Auf den Berghängen zwischen dem Rodder Maar und dem Ortskern von Niederdürenbach gibt es eine Swingolf-Anlage. Swingolf kommt aus Frankreich und ist eine vereinfachte Variante des Golfsports. Hier kann Jedermann ohne Platzreife spielen.

Im Westen: Brohlbachtal, Fernmeldeturm und Perler Kopf

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Blick vom Burgfried der Burg Olbrück Richtung Westen (Brohlbachtal, L111, Fernmeldeturm Heckenbach-Schöneberg, Perler Kopf)

Westlich der Burg Olbrück gibt es viel Wald. Der Brohlbach schlängelt sich durch das Brohlbachtal, parallel zum Bach verläuft die Brohltalstraße (L111) Richtung Wollscheid. Ganz hinten am Horizont kann man den 154 Meter hohen Fernmeldeturm Heckenbach-Schöneberg sehen. Der Funkturm sendet analoge Radiosignale, digitale Fernsehsignale und Richtfunk. Die höchste Erhebung im Osten ist der Perler Kopf, ein 579 Meter hoher Berg vulkanischen Ursprungs.

Im Süden: Naturschutzgebiete und Windräder

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Blick von Burgfried der Burg Olbrück Richtung Süden (hinten am Horizont: Windräder bei Weibern)

Wer von der Burg Olbrück Richtung Süden schaut, blickt auf die Naturschutzgebiete „Lehrenkopf“ und „Schorberg und Scheldköpfchen“. Am Horizont kann man die sechs Windräder des 2011 errichteten Windparks Weibern-Rieden sehen. Die Windräder können Strom für 5.900 Drei-Personen-Haushalte produzieren.

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