Von unterwegs gekaut: Eine Wiese für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Schild auf WieseRund 40 km von Bonn entfernt geschieht Kurioses: In Windeck-Stromberg gibt es eine Wiese, da ist der „Durchgang verboten“. Weil hier so schöne Blumen wachsen? Nein. Um einen Schmetterling zu schützen. Einen eher kleinen und unscheinbaren. Der es allerdings, wie sich herausstellt, „Faustdick hinter den Ohren“ hat: Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling Maculinea nausithous verbringt die ersten drei Larvenstadien in der Blüte des Großen Wiesenknopfes und lässt sich dann auf den Boden fallen. Nicht etwa, weil die Larve zu dick und zu schwer geworden ist. Nein. Sie plant, sich von der Roten Gartenameise in deren Bau bringen zu lassen, um dort deren Brut zu fressen. Und das funktioniert ziemlich gut und ist ganz schön tricky – wie beim BUND sehr schön nachzulesen. Übrigens: Der Schmetterling ist nach EU-Recht besonders geschützt. In Windeck-Stromberg gibt es einige Wiesen, die unter Schutz gestellt sind, dank der Maculinea-Stiftung NRW. Das finde ich gut. Von mir auch ein dickes „Danke schön“ an die Naturschützer!

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